Logo TrennungsFAQ.de

Scheidung

Leider hält nicht jede Ehe bis zum Lebensende der Ehegatten, so dass es häufig zur Trennung kommt. Wenn die Eheleute keine gemeinsame Basis mehr haben, sich tagtäglich streiten oder ihre Liebe mittlerweile einem anderen Menschen gehört, ist es mitunter Zeit, die Scheidung einzureichen. Zunächst sollte man aber natürlich um die Ehe kämpfen und sich bewusst machen, dass man die Partnerschaft nicht leichtfertig wegwerfen sollte. Falls jedoch keine gemeinsame Basis mehr existiert und die Differenzen überwiegen, ist es möglicherweise besser, einen Schlussstrich zu ziehen. Nichtsdestotrotz ist eine Scheidung ein großer Schritt, den die beiden Ex-Partner emotional erst einmal verkraften müssen.

Wie läuft ein Scheidungsverfahren ab?

Nicht nur die Tatsache, dass die Ehe keine Zukunft mehr hat, sondern auch das mitunter aufreibende Scheidungsverfahren kann zu einer Belastung werden. Zunächst sollten sich getrennte Ehepaare mit diesem Thema befassen und sich informieren, wie eine Scheidung abläuft. In der Regel muss zunächst das Trennungsjahr absolviert werden, bevor sich ein Ehepartner an einen Anwalt wendet, damit dieser den Scheidungsantrag beim zuständigen Familiengericht einreicht. Der andere Partner kann auf einen eigenen Rechtsanwalt verzichten, wenn die Scheidung einvernehmlich verläuft.

Das Gericht legt schließlich einen Scheidungstermin fest, in dessen Rahmen eine Verhandlung stattfindet. Bei dieser Gelegenheit können noch Scheidungsfolgesachen geklärt werden, sofern dies nicht bereits in den Monaten zuvor geschehen ist.

Welche Kosten entstehen durch eine Scheidung?

Eine Scheidung ist stets mit gewissen Kosten verbunden, weil mindestens ein Partner einen Anwalt benötigt und zudem Gerichtsgebühren anfallen. Durch einen Scheidungskrieg werden die Scheidungskosten deutlich in die Höhe getrieben, weil sich das getrennte Ehepaar zwei Anwälte nehmen muss und die Auseinandersetzungen zu einer deutlichen Verlängerung der Verfahrensdauer führen. Das gemeinsame Vermögen, das Einkommen der Ex-Partner, die Anzahl der Kinder und der Versorgungsausgleich sind ausschlaggebend für die anfallenden Kosten der Scheidung.

Kann man einem Scheidungskrieg vorbeugen?

Ein erbitterter Scheidungskrieg dürfte wohl kaum im Sinne der getrennten Eheleute sein. Verletzte Gefühle und gegenseitige Beschuldigungen können allerdings dazu führen, dass sich die Fronten verhärten und nach der Trennung keine Einigung mehr möglich scheint. Ein bestehender Ehevertrag kann einem solchen Konflikt oftmals die Grundlage nehmen, da die Scheidungsfolgen darin bereits eindeutig definiert wurden. Durch den so vereinbarten Güterstand bleiben außerdem keine Fragen bezüglich des Vermögens offen, was die Scheidung erheblich erleichtern kann.

Ehepaare, die über keinen Ehevertrag verfügen, müssen sich aber auch keinen Scheidungskrieg liefern. Beide Parteien sollten an einer Einigung interessiert sein und alle Scheidungsfolgesachen während des laufenden Scheidungsverfahrens friedlich klären.

Welche Konsequenzen hat die Scheidung der Eltern für die Kinder?

Scheidungskinder fühlen mitunter eine große Last auf ihren Schultern, da es die heile Familie, wie sie sie sich wünschen, nicht mehr gibt und Mama und Papa nicht mehr zusammenleben. Persönliche Differenzen zwischen den Eltern werden oftmals auch für den Nachwuchs deutlich spürbar und bringen diesen in eine schwierige Situation, schließlich liebt ein Kind Mutter und Vater gleichermaßen und braucht beide Elternteile. Allein zum Wohle des Kindes gilt es daher, einen Scheidungskrieg zu vermeiden. Stattdessen sollten die Ex-Partner an die Kinder denken und versuchen, die Elternebene differenziert zu betrachten.

Auch nach der Scheidung der Eltern können sich diese nach wie vor das Sorgerecht teilen. Zudem muss aber natürlich geklärt werden, bei welchem Elternteil die Kinder fortan leben sollen und wie der Umgang mit dem anderen Elternteil aussehen soll. Der Unterhalt ist in diesem Zusammenhang ebenfalls ein wichtiges Thema. Die elterliche Sorge liegt demnach in der Regel weiterhin bei beiden Elternteilen, wobei derjenige, bei dem sich das Kind aufhält, die Angelegenheiten des alltäglichen Lebens eigenständig regeln kann. Weitreichende Entscheidungen, wie zum Beispiel die Schulwahl oder die Entscheidung bezüglich einer bevorstehenden Operation, müssen dahingegen gemeinsam von den Eltern getroffen werden. Solange kein Elternteil das alleinige Sorgerecht beantragt, bleiben die Eltern auch nach der Scheidung gleichermaßen verantwortlich für ihre Kinder.

Besuchen Sie unseren Ratgeber und tauschen Sie sich mit Betroffenen aus!